Pastinaken

Pastinaken, die vielseitigen Wunderwurzeln!

Pastinaken sind hocharomatisch, gesund, vielseitig, unkompliziert im Anbau, recht gut lagerfähig, und sie sind zur Zeit noch saisonal und regional erhältlich.
Die österreichische Kochzeitschrift KOCH & BACK Journal hat dieser Wunderwurzel in der Februar/Märzausgabe einen Beitrag gewidmet, und mich dazu inspiriert, mich da mit einem Blogbeitrag anzuschließen.
Ich verlinke dieses seit vielen Jahren bestehende Journal unentgeltlich, ich schätze die Saisonalität, die Beständigkeit und den Bezug zu meiner Heimat.

Pastinaken

Pastinaken sind eine sehr alte Gemüsesorte, die – leider – etwas in Vergessenheit geraten ist, aber es gibt einen Aufwärtstrend. Begeisterte Gartler wie ich haben die Wurzel wiederentdeckt, und wir lieben sie, denn sie ist im Anbau völlig unkompliziert.
Angebaut wird sie entweder mittels Samen, diese Methode gibt die schöneren, längeren Wurzeln, oder mittels Jungpflanzen, das geht etwas schneller.
Der Boden sollte relativ locker sein, Halbschatten ist kein Problem.
Ich säe meine Pastinaken etwa Mitte Juni, denn so kann ich im Spätherbst ernten, wenn viele andere Gemüse ihre Saison schon beendet haben. In einem Glashaus kann man die Wurzel durchaus den ganzen Winter über ernten.
Das herrlich hellgrüne Pastinakengrün verarbeite ich zu Pesto oder füge es zu Cremesuppen hinzu. Du kannst die Blätter auch trocknen und zu feinem grünem Gemüsepulver mahlen! Damit kannst du z.B. Nudelteig färben!

Im Kochjournal findest du ein Rezept für Pastinaken – Apfel Hendl, und eine Pastinakensuppe.
Die Suppe habe ich aufgegriffen und mit asiatischen Aromen abgewandelt, ein Traum. Zudem hat mich der Beitrag dazu inspiriert, ein Rezept für einen Pastinakenkuchen zu entwickeln.

Pastinaken

Beides ist absolut köstlich geworden, unbedingte Nachkochempfehlung!

Pastinaken – Cremesuppe mit Asia Aromen:

Pastinaken 2 | Tatort Küche

Du brauchst für 4-6 Portionen:
etwa 600 g Pastinaken, geschält, gewürfelt
Eine Petersilwurzel, geschält, gewürfelt
eine Zwiebel, gehackt
1 EL frischer Ingwer, gerieben
3 EL Kokosfett
einen Stängel Zitronengras
3/4 Liter Gemüsebrühe
eine Dose Kokosmilch, 400 g
Saft einer halben Limette
Salz, Pfeffer
Zum Garnieren:
Frittierte Petersilie oder Koriandergrün
schwarze Sesamsamen, Limettenabrieb, grober Pfeffer

Pastinaken 1 | Tatort Küche

Erhitze das Kokosfett und röste die Zwiebel, den Ingwer, die Pastinaken – und Petersilwurzeln einige Minuten hell an. Quetsche den Zitronengrasstängel ein wenig und gib ihn in den Topf.
Gieße mit der Gemüsebrühe auf und köchle alles zugedeckt etwa 20 Minuten.
Entferne den Zitronengrasstängel.
Füge die Kokosmilch und den Limettensaft hinzu und püriere die Suppe fein cremig, im Blender oder mit einem Pürierstab.
Schmecke die Suppe kräftig mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer ab. Gieße sie zurück in den Topf und erwärme sie erneut. Richte in tiefen Suppenschalen an und garniere mit den vorgeschlagenen Zutaten nach belieben.
Tipp: Frittiere die Kräuter in dunklem Sesamöl! Besonders lecker!

Pastinaken

Nun wechseln wir in die süße Sektion, lass uns einen Pastinakenkuchen backen! Basis für meine Rezeptidee war ein altes Kürbiskuchenrezept, das habe ich auf die Pastinake zugeschnitten, und mit weisser Schokolade ergänzt. Weiß zu weiß, das muss passen!
Ich war skeptisch, aber sei gewarnt, der Kuchen macht süchtig. Er ist fluffig, saftig, locker, die Pastinake gibt Süße und Feuchtigkeit, tritt aber keineswegs gemüsig in den Vordergrund. Diesen Kuchen werde ich immer wieder backen.

Saftiger Pastinaken Kuchen mit weißer Schokolade

Pastinaken

Zutaten für eine Kastenform:
160 g zimmerwarme Butter
180 g Staubzucker
4 zimmerwarme Eier
280 g glattes Dinkelmehl
1 TL Backpulver
½ TL Natron
80 weiße Kuvertüre, fein gerieben
50 ml Buttermilch
3 EL Zitronensaft
250 g Pastinakenpüree (etwa 4 große Pastinaken schälen, würfeln, in wenig Wasser weich dünsten, cremig pürieren)

Vanilleglasur:
150 g Staubzucker
3-4 EL MIlch
eine halbe ausgekratzte Vanilleschote

Heize den Backofen vor auf 180°C Heißluft. Lege eine Kastenform mit Backpapier aus.
Die Butter rührst du mit dem Staubzucker sehr schaumig, danach werden die Eier untergemixt, jedes Ei einzeln, so lange, bis sich die Masse, ohne flockig auszusehen, verbunden hat.
Mische die trockenen Zutaten: das Mehl mit dem Backpulver, dem Natron und der geriebenen Schokolade. Und mische die flüssigen Zutaten: Buttermilch, Zitronensaft und Pastinakenpüree.
Ziehe nun die trockene Mischung und die flüssige Mischung abwechselnd unter die Buttermasse, bis alles gut vermengt ist.
Fülle den Teig in die vorbereitete Form und backe ihn etwa 50 – 55 Minuten, mache unbedingt die Stäbchenprobe!
Für die Glasur verrührst du die Zutaten glatt und überziehst damit den völlig ausgekühlten Kuchen.

Pastinaken

Diesen Kuchen hätte ich ohne die thematische Inspiration aus dem KOCH & BACK Journal wohl nie versucht, das hat mir wieder gezeigt, wie sehr Kochzeitschriften und Kochbücher die Kreativität in der Küche anregen, für mich könnte das nie durch Surfen im Internet ersetzt werden.

Pastinaken

Ein weiteres Pastinaken Rezept gefällig? Vor vielen Jahren habe ich eine Pastinaken – Paprikacremesuppe gepostet, falls auch du von wärmenden Cremesuppen nicht genug bekommen kannst!

Vielleicht hast du Interesse am KOCH & BACK Journal bekommen, die Kontakt – Mailadresse lautet: redaktion@kochundback.at

Die besten Pastinaken bekommst du am Bauernmarkt, oder aus dem eigenen Gemüsegarten. Viel Spaß beim Nachkochen und Nachbacken!

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